1732
Kriegs-Straßenbahnwagen



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Bezeichnung:

Baujahr:
Hersteller:




Gewicht leer:
Länge:
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Achsstand:
Leistung:
Sitzplätze:
Stehplätze:
1732

1948
Waggonfabrik Fuchs,
Heidelberg(mechanisch),
Siemens Schuckert
Werke AG,
Berlin (elektrisch)
10.700 kg
10.900 mm
2.160 mm
3.055 mm
3.000 mm
2 x 60 kW
16 (12)
67

Bei dem in Thielenbruch präsentierten Kriegs-Straßenbahnwagen – kurz KSW – handelt es sich nicht um eine Kölner Entwicklung, sondern um einen Einheitsstraßenbahnwagen, der 1943 auf Weisung der Reichsregierung entwickelt und von der Waggonfabrik Fuchs in Heidelberg gebaut wurde, ab 1944 wurden die Fahrzeuge den Betrieben reichsweit zugeteilt.

Mit der Anordnung zum Bau eines einheitlichen, Material sparenden und rasch zu bauenden Fahrzeugs suchte die Reichsregierung in Kriegszeiten dem allgemeinen Wagenmangel der deutschen Verkehrsunternehmen durch Bewirtschaftung zu begegnen. Der KSW war ein für den Massenverkehr gut geeignetes Fahrzeug mit höchst einfacher Ausstattung, so bot es bei 67 Stehplätzen nur zwölf Sitzplätze.

Nicht grundlos nannten die Kölner diese Fahrzeuge bald „Stehwagen“; beim Fahrpersonal wurden diese Wagen übrigens „Räumböötchen“ genannt, denn sie „räumten“ sämtliche Fahrgäste von den Haltestellen. Köln, eine der am stärksten zerstörten Städte des Deutschen Reiches, erhielt 1944 eine Zuteilung von zwölf Fahrzeugen dieser Bauart, von denen drei fast unmittelbar nach Lieferung zerstört wurden.

1948 und 1953 folgten insgesamt zwölf weitere KSW. Obwohl die Fahrzeuge den Ansprüchen der Fahrgäste in den 1950er Jahren nicht mehr entsprachen, konnten sie wegen fehlender Finanzmittel zunächst nicht ersetzt werden und waren – nach entsprechender Modernisierung - teilweise bis Mitte der 1960er Jahre im Linienverkehr eingesetzt.

Das heutige Museumsfahrzeug 1732 schied 1961 aus dem Liniendienst aus und diente bis 1975 als Rangierwagen. Nach Rückbau in seinen ursprünglichen Zustand erinnert er nun im Museum an einen aus der Not heraus geborenen Wagentyp.



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