1824 + 2825
Rundbahn-Trieb- und Beiwagen



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Bezeichnung:

Baujahr:
Hersteller:




Gewicht leer:
Länge:
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Höhe:
Achsstand:
Leistung:
Sitzplätze:
Stehplätze:
1824+2825

1939
Westwaggon,
Köln-Deutz (mechanisch),
Siemens Schuckert
Werke AG,
Berlin (elektrisch)
13.000 kg
11.670 mm
2.300 mm
3.115 mm
2.400 mm
2 x 57 kW
22
42

Zu Beginn der 1930er Jahre fuhren auf den Kölner Gleisen immer noch Fahrzeuge aus den Anfangsjahren des elektrischen Betriebs. Obwohl sie den geltenden technischen Anforderungen angepasst worden waren, genügten sie den wachsenden Anforderungen des innerstädtischen Verkehrs und den Ansprüchen der Kunden mittlerweile nicht mehr. Wegen finanzieller Probleme war eine grundlegende Modernisierung des Kölner Wagenparks allerdings zunächst nicht möglich.
Dies änderte sich in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre. Im Rahmen eines Neubeschaffungsprogramms wiesen die „Bahnen der Hansestadt Köln“ den Fahrzeugen der Linie 18, die durch die gesamte Innenstadt fuhr und die bei den Kölnern sehr beliebt war, besondere Bedeutung zu. 1939 wurde speziell für diese Linie eine eigene Wagenserie von insgesamt 16 Triebwagen beschafft.

Damit zollte man nicht allein der besonderen Stellung und Popularität dieser Linie Respekt, sondern berücksichtigte zudem die besonderen Anforderungen, die die Altstadt an den Bahnverkehr stellte: Die neuen Wagen mussten in den engen Altstadtstraßen gut kurvenläufig sein, eine hohe Anfahrbeschleunigung aufweisen und ein großes Platzangebot bieten. 1942 folgten für den Einsatz auch auf anderen Strecken noch einmal 15 gleichartige Züge aus Trieb- und Beiwagen.

Die im Museum gezeigten Wagen 1824 und 2825 stammen aus diesen Serien, deren hoher technischer Standard und komfortable Ausstattung Fachleute und Fahrgäste gleichermaßen begeisterte. Bereits das Äußere der aus Stahl gefertigten Fahrzeuge mit den großen Fenstern an Seiten und Kopfenden gefiel durch zweckmäßige Gestaltung und ausgewogene Formen. Dank der speziellen Konstruktion des Fahrgestells waren die Fahrzeuge für die enge Altstadt gut geeignet.

Der Fahrgastraum bot nicht allein eine gute Rundumsicht, sondern war mit gepolsterten Sitzen und einer optischen Haltestellenanzeige komfortabel ausgestattet und verfügte außerdem über ein separates Raucherabteil. Die meisten Rundbahnwagen überstanden den Zweiten Weltkrieg, verloren allerdings bald ihre komfortable Inneneinrichtung.

Ende der 1950er Jahre wurden sie im Rahmen des Modernisierungsprogramms Ende der für den Einrichtungsbetrieb umgebaut und waren bis in die 1960er Jahre im Einsatz. Allerdings seit 1943 nicht mehr auf der Rundbahnstrecke - ihre Ära endete mit dem Luftangriff vom 29. Juni 1943.



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