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1956 - 2006: Ein Jubiläum im Jubiläumsjahr 50 Jahre 1300er in Köln |
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Die Beschaffung von insgesamt 80 Neufahrzeugen war Mitte der 1950er Jahre angesichts des Wagenmangels nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs und der Überalterung des Fahrzeugparks dringend erforderlich geworden. Die KVB suchte mit diesem finanziellen Kraftakt den steigenden Kundenwünschen zu entsprechen und sich gegenüber dem wachsenden Individualverkehr zu behaupten. Zunächst in der Nummerngruppe von 300 bis 379 eingereiht, erhielten die Wagen im neuen Nummernschema ab 1957 die Nummerngruppe 1300. Als „Dreizehnhunderter“ waren sie nahezu jedem Mitarbeiter der KVB ein Begriff, als solche sind sie es in Kreisen von Straßenbahnfreunden auch noch heute. Die äußerst formschönen Triebwagen erregten vor 50 Jahren auch in der Fachwelt erhebliches Aufsehen und boten zahlreiche Besonderheiten. Mit 80 Exemplaren war es die größte zusammenhängend gebaute Serie so genannter Großraumwagen in Deutschland. Als solche wurden Fahrzeuge mit einem durchgängigen Wagenkasten von etwa 15 Metern Länge und einem Fassungsvermögen ab 100 Personen bezeichnet. Mit den Wagen wurde ein besonderes technisches Einsatzkonzept verwirklicht, das in der Ausstattung mit nur einem angetriebenen Drehgestell und einem paarweisen Einsatz bestand. Dies sollte eine kostengünstigere Herstellung, bessere Fahreigenschaften und einen flexibleren Einsatz ermöglichen. Als so genannte Einrichtungswagen hatten sie nur einen Führerstand und Türen auf einer Wagenseite, der Einsatz konnte daher nur auf Strecken mit Wendemöglichkeit erfolgen. Glatte Außenformen, große Fenster und ein niedriger Fußbodenbereich im rückwärtigen Teil des Wagens und eine erstmals für Wagen des Stadtnetzes verwirklichte Breite von 2,50 Metern waren ebenso markante Merkmale des Fahrzeuges wie zwei Stirnlampen und Gepäckablagen im Innenraum. Mit den 80 Fahrzeugen der Serie 1300 wurde die grundlegende Modernisierung des Betriebes vor 50 Jahren zwar eingeleitet, er konnte aus finanziellen Gründen dann aber leider nicht in notwendigem Maße weitergeführt oder gar abgeschlossen werden. Der Gelenkwagen, der ebenfalls 1956 entwickelt wurde, bot ein höheres Fassungsvermögen bei gleichem Personalbedarf und lief dem Großraumwagen in vielen Verkehrsbetrieben sehr bald den Rang ab. So blieb auch die Zahl der Kölner Großraumzüge auf 40 beschränkt. Der Einsatz erfolgte auf vielen Straßenstrecken, jahrlange Stammlinien waren die 15 und 21 von Sülz und Klettenberg zum Hauptbahnhof, aber auch die „16“ zwischen Rodenkirchen und Thielenbruch. Mit Auslieferung der Düwag Gelenkzüge ab 1963 machten sie sich vorzugsweise im Verstärkungsverkehr nützlich. Die Lieferung von Stadtbahnwagen reduzierte ihr Einsatzgebiet ab 1976. Etliche Dreizehnhunderter gelangten in den Dienstwagenpark. In den letzten Einsatzjahren waren sie auf den Linien 6 und 10 auf der Ringstrecke zu sehen. Am 29. Juni 1984 fand nach 26 Dienstjahren der letzte Einsatz im Personenverkehr statt. Ein betriebsfähiger Zug der „Dreizehnhunderter“ befindet sich heute im Straßenbahn-Museum Thielenbruch im letzten Zustand seines Einsatzes im Personenverkehr. Zusätzlich befindet sich dort ein orangefarben lackierter Arbeitswagen. In wenigen Exemplaren sind weitere Wagen noch im Dienstwagenpark zu finden. |

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50 Jahre 1300er

