1904 - 1914
Von Straßen- und Vorortbahnen




Die Elektrisierung der Kölner Straßenbahnen legte eine entscheidende Grundlage für eine neue Erfolgsgeschichte der Kölner Bahnen. Dank des weiteren Ausbaus des Straßenbahnnetzes erreichte man mit der Elektrischen 1912 fast alle Kölner Stadtteile und die Stadt Mülheim. Die Straßenbahnen hatten sich in kurzer Zeit vom Luxus- zum unverzichtbaren Massenverkehrsmittel entwickelt, die z.B. im Jahr 1913/14 schon fast 125 Millionen Fahrgäste (2004: rd. 240 Mio. Fahrgäste) bedienten.

Parallel zum Aufbau eines zeitgemäßen Straßenbahnnetzes erschlossen die Bahnen der Stadt Cöln mit dem Aufbau separater Vorortbahnlinien auch die Region. Innerhalb eines Jahrzehnts – die erste Kölner Vorortbahn, die Linie A von Köln nach Rath-Heumar, ging 1904 in Betrieb – wurde ein bis heute wichtiges Bahnnetz aufgebaut. Es schuf Verbindungen von Köln zum Königsforst, nach Bensberg, Bergisch Gladbach, Porz, Lövenich und Frechen.

Die Vorortbahnen unterschieden sich von den Straßenbahnen durch ihre größere Streckenlänge, sie übernahmen den Verkehr zwischen der Stadt Köln und den ihr benachbarten kleinstädtischen und ländlichen Siedlungen. Rasch erlangten sie hohe wirtschaftliche, siedlungs- und sozialpolitischen Bedeutung, da sie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Zentrum Köln und den Außenorten förderten und neue Wohnbereiche sowie Naherholungsgebiete erschlossen.

Sie nutzten im Stadtbereich die Gleise der Straßenbahnen, in den Außenbezirken verkehrten sie auf eigenen Bahnkörpern und hatten einen eigenen Wagenpark. Auch ihre Linienbezeichnungen unterschieden sich von denen der Straßenbahnen, anstelle von Nummern- trugen sie Buchstabenbezeichnungen, beginnend mit A in der Reihenfolge der Eröffnung: So fuhr die Linie C ab 1906 beispielsweise über Thielenbruch nach Bergisch Gladbach und der der Buchstabe F stand ab 1914 für die Bahn nach Frechen.

1914 konnten die Bahnen der Stadt Cöln voller Stolz auf die zurückliegenden Jahre zurückblicken. Innerhalb weniger Jahre hatten sie einen technisch überholten Bahnbetrieb auf den modernsten Stand gebracht und parallel die Vorortbahnen völlig neu aufgebaut. 1914 bestand das Kölner Netz aus 19 Straßen- und sieben Vorortbahnlinien, das von fast 1.000 Fahrzeugen befahren wurde.



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